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| „Im Vorjahr ist auch die Zahl der Motorrad-Zulassungen gestiegen“ |
LINZ. Um 85 Prozent schnellte 2009 die Zahl der Motorradunfälle auf den Linzer Straßen nach oben. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Es gab im Vergleich zu 2008 weniger Unfälle, weniger Verletzte und weniger Tote.
Acht Menschen starben 2009 in Linz bei Verkehrsunfällen – um drei weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Unfälle sank im gleichen Zeitraum um knapp drei Prozent (von 1265 auf 1230), dabei wurden um zehn Prozent weniger Menschen verletzt (nämlich 1457). Das ergab die Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, ergänzt durch Angaben der Linzer Polizei.
Alexandra Meindl, Chefin des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Oberösterreich, bemerkt eine Trendwende: „In den vergangenen Jahren sind die Zahlen tendenziell gestiegen. Heuer gehen sie erstmals nach unten.“
Im Detail liegen die Werte für 2009 zwar erst bis November vor, trotzdem lassen sich Trends ablesen: So wurden 2008 durchschnittlich 21 Fußgeher und 17 Radfahrer pro Monat bei Unfällen verletzt, 2009 waren es nur noch 17 Fußgeher und 16 Radler. Ebenfalls im Sinken ist die Zahl der Lkw-Unfälle – von durchschnittlich zehn pro Monat im Jahr 2008 auf acht. Verletzt wurden dabei aber in beiden Jahren durchschnittlich zwei Menschen pro Monat.
Eine Ausnahme gibt es allerdings: Die Zahl der Unfälle mit Motorrädern kletterte 2009 massiv nach oben. Passierten 2008 im Durchschnitt monatlich rund drei Motorrad-Unfälle, waren es 2009 sechs. Die Zahl der Verletzten stieg um 73 Prozent.
Selbstüberschätzung
„Im Vorjahr ist auch die Zahl der Motorrad-Zulassungen gestiegen“, erklärt Meindl. „Vermutlich sind viele wegen der Krise und der hohen Benzinpreise vom Auto auf das billigere Motorrad umgestiegen.“ Einige von ihnen würden sich dann aber selbst überschätzen: „Sie sind seit der Führerscheinprüfung nicht mehr gefahren und passen die Fahrweise dem Können nicht an.“
TXT OÖ Nachrichten
MR/CK